die ECOVATION am 17. September 2026 - eine Kooperationsveranstaltung der naBe-Plattform mit der IÖB-Servicestelle und heuer erstmalig im Rahmen des FORUM ÖFFENTLICHE BESCHAFFUNG (FÖB) der Bundesbeschaffung GmbH – hat eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial in der öffentlichen Beschaffung steckt, wenn Innovation, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zusammen gedacht werden.
Mehr als 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten darüber, wie öffentliche Beschaffung zu einem aktiven Gestaltungsinstrument für die Zukunft werden kann. Die zentrale Frage „Wie sieht die öffentliche Beschaffung 2040 aus?“ verdeutlichte, dass Beschaffung längst mehr ist als die rechtssichere Abwicklung von Vergaben. Besonders erfreulich war die große Bereitschaft aller Beteiligten, über institutionelle Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten und neue Wege zu beschreiten, denn die Kreislaufwirtschafts- und die Industriestrategie mit ihren Aktionsplänen sollen verknüpft werden, verfolgen sie doch die gleichen Ziele.
Die Diskussionen der ECOVATION könnten aktueller kaum sein. Mit dem derzeit in Begutachtung befindlichen neuen „Bundesgesetz zur Erfüllung von unionsrechtlichen Klimazielen durch Erarbeitung und Umsetzung wirksamer Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Klimawandelanpassung und zur Kreislaufwirtschaft“ (Klimagesetz) gewinnt die kreislauffähige und klimafreundliche Beschaffung weiter an Bedeutung. Und es stellt einen Meilenstein dar: erstmalig in einem Ministerialentwurf wird der naBe-Aktionsplan gleich zweifach ausdrücklich als eine Grundlage zur Zielerreichung definiert und darüber hinaus ist er in weitere Strategien, Aktionspläne und Maßnahmen zu integrieren. Damit wird offensichtlich, dass nachhaltige Beschaffung als zentraler Hebel der Klima-, Industrie- und Ressourcenpolitik verstanden wird, um Ressourcen effizient zu nutzen, Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig heimische Wertschöpfung zu stärken.