Das vergangene Jahr war für unseren Fachbereich reich an erfreulichen Momenten und Erfolgen. Mit Zuversicht und Dankbarkeit könnten wir dem Jahreswechsel entgegenblicken.
Zu Beginn des Jahres durften wir den neu entwickelten Masterstudiengang Acting for Screen & Digital Media erfolgreich lancieren – bereits im Februar gehen wir mit einer neuen Klasse aus talentierten Künstler*innen in die zweite Runde. Unsere Bachelor-Abschlussklasse wurde im Frühsommer beim Wettbewerb der deutschsprachigen Schauspielstudierenden gleich vierfach ausgezeichnet. Alumnus Timur Frey erhielt in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater Heute die Ehrung als Nachwuchsschauspieler des Jahres. Zudem wurden sechs weitere Absolventinnen der HKB von der Kritikerinnenrunde unter die besten Schauspielerinnen und Nachwuchskünstlerinnen gewählt. Ganz aktuell freuen wir uns über Alumna Sarah Hugentobler, der erst vergangene Woche der Masterpreis der Gesellschaft zu Ober-Gerwern verliehen wurde.
Diese Erfolge bedeuten uns viel. Sie zeugen vom Talent, der Hingabe und dem Engagement unserer Studierenden – und vom sorgfältigen Zusammenspiel aller Beteiligten in unserem Fachbereich und an der HKB insgesamt. Gründe genug also, zufrieden nach vorn zu blicken.
Und doch stehen wir vor einer ernsten Herausforderung.
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat beschlossen, die Studiengebühren für sogenannte „Bildungsausländer*innen“ ab dem Herbstsemester 2026 auf das Dreifache der Gebühren für Schweizer Studierende zu erhöhen. Dieser Entscheid hat weitreichende Auswirkungen und widerspricht unserem Verständnis von kultureller Vielfalt und internationalem Austausch – Grundpfeiler jeder zeitgemässen künstlerischen Ausbildung. Für viele junge Menschen bedeutet diese Massnahme eine erhebliche finanzielle Belastung, für manche das Ende ihres Studienwunsches. Wir möchten, dass künstlerische Ausbildung weiterhin allen offensteht; unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Deshalb setzen wir uns dafür ein, betroffene Studierende über den Stipendienfonds der HKB zu unterstützen. Dieser Fonds wird ausschliesslich durch Spenden getragen und hilft gezielt Studierenden in finanziell prekären Situationen.
Hier kommen Sie ins Spiel.
Mit Ihrer Spende leisten Sie einen direkten Beitrag dazu, talentierten jungen Künstler*innen den Weg in eine professionelle Ausbildung zu ermöglichen. Jeder Beitrag – ob gross oder klein – macht einen Unterschied.
Erholen Sie sich gut, wir sehen uns im neuen Jahr.
Mit besten Wünschen,
HKB Theater
Szene aus PARADAIDHA, Projekpräsentationen im Januar 2025. Bild: Ben Zurbriggen
Projektpräsentationen
Kein anderes Format bildet die inhaltliche und formale Bandbreite studentischer Arbeit so präzise ab wie die Projektpräsentationen zum Ende des Semesters. In der kommenden Ausgabe reichen die thematischen Zugänge von Einblicken in die Arbeitsrealität von Küchenbetrieben über die Auseinandersetzung mit der Frage nach der Möglichkeit von Pazifismus im Jahr 2025 bis hin zu einer musikalischen Interpretation von Gerhart Hauptmanns Die Weber.