Weniger Vision, mehr Umsetzung — so lassen
sich unsere Impressionen aus beiden Events wohl am besten zusammenfassen.
Digitale Lösungen halten Einzug in den Klinik-, Einkaufs- und
Versorgungsalltag. Gleichzeitig zeigt sich: Wirkung entfalten sie
nur, wenn sie auf verlässlichen, interoperablen und standardisierten Daten
basieren. Genau hier lag der gemeinsame Nenner in vielen Gesprächen.
Mit Blick auf Lieferengpässe, volatile Märkte und
regulatorischen Anforderungen zeigt sich, wie wichtig resiliente Strukturen
sind. Und Resilienz braucht Daten. Die große Aufgabe liegt in der
konsequenten Anwendung und in der Skalierung. Denn gute Lösungen existieren,
schaffen aber noch nicht immer den Sprung in die breite Versorgung.
Mit der ersten verbindlichen EUDAMED-Frist am 28.
Mai 2026 wird Regulierung jetzt operativ relevant. Für viele Unternehmen
geht es nicht mehr um Vorbereitung, sondern um konkrete Umsetzung. Einheitliche
Identifikation, strukturierte Stammdaten und abgestimmte Prozesse werden damit
zur Grundlage für Compliance und zukunftsfähige Versorgung.
Unser Eindruck aus den Gesprächen der letzten Wochen: Kooperation
schlägt Insellösungen. Innovation wird dann wirksam, wenn sie
anschlussfähig ist und auf gemeinsamen Standards aufsetzt.
Unser Impuls daher an Sie in dieser Ausgabe: Nutzen Sie
die verbleibende Zeit nicht nur, um Fristen zu erfüllen, sondern um Ihre Daten-
und Prozesslandschaft zukunftsfähig aufzustellen.
Herzliche Grüße,
Ihre Sylvia Reingardt & Dagmara Walden-Gajcy